Cesare macht Pause

Erstaufführung, ca. 40 Min., 2002
Ein Film von: Martin Pfeil, Kai Bernhöft, Barbara Burgdorf
Eine Produktion von film- fernsehproduktion martin pfeil

Wir befinden uns im Juli 2002 n.Chr. Die ganze Oper macht Pause. Die ganze Oper? Nein, etwa 50 hektisch herumwuselnde Bühnenarbeiter versuchen in einem 40-minütigen Kraftakt den monströsen Riesensaurier von der Bühne zu zerren. Was normalerweise im Verborgenen, hinter geschlossenem Vorhang vor sich geht, wird dem Zuschauer auf einer Leinwand sozusagen live präsentiert.
Sobald am 25. Juli in der Bayerischen Staatsoper, die an diesem Tag ganz unter dem Motto „Oper für alle“ steht, die erste Pause beginnt und die Akteure von „Guilio Cesare in Egitto“ in den Tiefen des Gebäudes verschwinden, werden sie ständig von einer Kamera verfolgt.

Was macht eigentlich so ein Solist, Ballettänzer, Intendant oder Bühnenarbeiter in dieser besagten Zeit? Wie sehen die Vorbereitungen auf der Bühne vor dem nächsten Akt aus? Wie stark beeinflußt die Streßsituation die Stimmung in der Kantine? Welches Gedränge herrscht in der Maske? Diese großen Mysterien und ungeklärten Fragen, die sich fast jedem Besucher stellen, sollen in den 40 Minuten der audiovisuellen „Verfolgungsjagd“ für immer aus der Welt geschafft werden.
Wenn Sie sich also bereits länger für die Frage interessieren, wie die ungekrönten Stars einer solchen Oper aussehen oder wie sich die Akteure außerhalb ihrer Rollen bewegen, dann können Sie mit dem ganzen Dorf auf dem Max-Joseph-Platz die Helden in „Guilio Cesare in Egitto“ bei ihren „ruhmreichen“ Taten begleiten.
Weitere Informationen unter: www.bayerische.staatsoper.de

Premiere: 25. Juli 2002, ca. 20.15 Uhr, Bayerische Staatsoper, Max-Joseph-Platz, München